Sanders spielt nun doch den Schäferhund für die progressiven Demokraten(-Schafe)

http://www.counterpunch.org/2016/05/02/the-bernie-fade-begins/

Eigentlich wäre Bernie Sanders ideal, um eine ernsthafte Protestbewegung anzuführen.

  • Er ist schon genügend alt, dass er weder Angst vor Anschlägen auf sein Leben noch Gier auf Geld oder Ämter haben müsste.
  • Er ist seiner Message in all den jahrzehnten treu geblieben und kann daher auf eine grosse Glaubwürdigkeit zurückgreifen.

 

Leider scheint er doch von seiner Persönlichkeit her zu wenig radikal zu sein, um ernsthaft eine Revolution in der demokratischen Partei hervorzurufen. Und er müsste wissen, dass alle Bekenntnisse von Clinton der der demokratischen Elite zu progressiveren Ideen im Wahlkampf und an einer Convention wie Staub im Wind vergehen, wenn Clinton einmal im Weissen Haus ist. Gründe für Wortbruch wird es immer geben, seien es die Republikaner, die Wirtschaft, die leidet, oder andere äussere Zwänge, die gute Ideen im Moment nicht umsetzen lassen.

Meine Hoffung war, dass sich Sanders durch seinen Erfolg bei Jungen und Independent -Wählern gestärtk sieht, eine unabhängige Plattform zu bauen und Clinton ernsthaft anzugreifen. Die Diskussion um den „tone“ (Umgangston) ist lächerlich. Er müsste zugunsten der Idee auch bereit sein, sich etwas schmutzig zu machen. Insbesondere da mit Donald Trump auf der republikanischen Seite jemand gerade die GOP so aufmischt, dass ein Neudenken des Zweiparteiensystems möglich schiene.

Auch hätten mögliche Wahlbetrügereien, und es gibt dazu einige Hinweise, unbedingt angeprangert und untersucht gehört. Damit ist nicht gemeint, zu beklagen, dass Independent-Wähler bei den Vorwahlen ausgeschlossen sind. immerhin kann man hier argumentieren, dass ja ein demokratischen Präsidentschaftsanwärter ist und daher auch nur Parteimitglieder einen aus ihrer Mitte wählen sollten.

Ansonsten wäre das System auf beiden Seiten so zu lockern, dass bei allen Vorwahlen und bei Demokraten wie Republikanern alle Stimmbüger bereits mitbestimmen könnten, damit aber die eigentliche Idee der Vorwahl dann ad absurdum geführt würde.

Also muss das amerikanische System der Zweiparteien“diktatur“ zugunsten einer Parteienvielfalt geöffnet werden. DAS wäre bereits eine echte Revolution des amerikanischen Politsystems.

Der effektivste Weg allerdings dürfte die ausserparlamentarische Opposition sein (Gewerkschaften, Verbände, Organisationen), die mit grossen Protestbewegungen die Politiker zum Handeln zwingen und ein Gegengewicht zu den Lobbyisten der Grosskonzerne bilden.

 

 

 

 

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